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Aktualisierte Leitlinien für den integrierten Pflanzenschutz im Sektor Arznei- und Gewürzpflanzen

• gemeinsam erarbeitet von der Forschungsvereinigung der Arzneimittel-Hersteller e.V. (FAH) und dem Deutschen Fachausschuss für Arznei-, Gewürz- und Aromapflanzen (DFA)

• anerkannt vom „Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Die Leitlinien haben das Ziel, eine landwirtschaftliche Arznei- und Gewürzpflanzenproduktion mit einer möglichst geringen und gezielten Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel nach den Vorgaben des integrierten Pflanzenschutzes sowie nach den Vorgaben des ökologischen Anbaus zum Schutz der Umwelt zu fördern. Die Leitlinien sind ein wichtiges Instrument für alle Arznei- und Gewürzpflanzen-produzierenden Landwirte, um sich mit den Vorzügen dieser Produktionsweisen zu befassen und deren Elemente in die Praxis umzusetzen.

Woraus bestehen die Leitlinien?

• Im ersten allgemeinen Teil werden die Vorgaben der Rahmenrichtlinie 2009/128/EG auf die Gegebenheiten im Arznei- und Gewürzpflanzenanbau, von den vorbeugenden Maßnahmen zur Schadorganismenregulation bis zu den Fortbildungsmöglichkeiten der Anwender, übertragen.

• Im zweiten Teil folgen beispielhaft und in Tabellenform pflanzenschutzbezogene Angaben zu den Arznei- und Gewürzpflanzen Baldrian, Melisse, Petersilie, Pfefferminze, Kamille und (Arznei-)Fenchel, die in Deutschland zu den wirtschaftlich relevanten Arten dieses Sektors zählen. Hier werden kulturspezifisch vorbeugende Maßnahmen, relevante Erkrankungen sowie deren Behandlungsmöglichkeiten beschrieben.

Viele Internetlinks z.B. zu Broschüren oder Datenbanken ermöglichen eine vertiefte Lektüre und weisen den Weg zu weiteren Beratungsangeboten, z.B. zu den Pflanzenschutzdiensten der Länder oder zu regelmäßigen Veranstaltungen des Arznei- und Gewürzpflanzensektors.

Die Leitlinien wurden von DFA und FAH gemeinsam mit der Praxis entwickelt. Praktische Erfahrungen, die Berücksichtigung relevanter Qualitätsanforderungen und konkrete Beispiele sollen zur Übertragung auf den eigenen Betrieb und die eigenen Kulturen ermutigen.

Leitlinien-IPS-AuG_web.pdf